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Bauchtanz - Tontechnik Ich werde regelmässig gefragt, welche Musikanlagen und/oder CD-Player für Bauchtanzauftritte ratsam wären, auf was man achten sollte und wo man günstig Boxen oder Zubehör bekommt. Hier nun eine Zusammenfassung meiner eigenen Erfahrungen, die sich jeder zur eigenen Orientierung durchlesen kann. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Keine eigene Technik, vorhandene Technik vor Ort unklar nach oben Grundsätzlich sind es CD's, die zum Einsatz kommen. Wenn man keine eigene Anlage besitzt und auf die Technik vor Ort angewiesen ist, ist es in manchen Fällen ratsam, das Musik-Programm der CD nochmals als Cassetten-Aufnahme dabei zu haben. In der Not ist unter Umständen schneller ein Cassetten-Abspielgerät beschafft, als ein CD-Player mit eigener Verstärkung. Das gilt aber nur für die unsicheren Fälle, in denen vorher nicht geklärt werden kann, was vor Ort technisch verfügbar ist. Im Prinzip ist in solchen Fällen jedes zusätzliche Medium, auf das man ausweichen kann, hilfreich. Auch die industriell hergestellten Original-CDs können in der Not die letzte Rettung sein, denn nicht jeder CD-Player kann gebrannte CDs lesen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Tragbarer CD-Player nach oben Um CD-Player, die keine CD-Rohlinge abspielen können, zu umgehen, bietet es sich an, einen tragbaren CD-Walkman zu kaufen. Beim Kauf sollte das Gerät auf das Einsatzgebiete geprüft werden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Einfach eine selbst gebrannte CD mitnehmen, ins Gerät einlegen und das korrekte Abspielen prüfen. Eine CD wird von innen nach aussen gelesen und gerade bei den höheren Tracknummern, die den Laser immer mehr an den Rand der CD schicken, machen sich Abspielfehler bemerkbar. Am sinnvollsten wäre hier eine selbstgebrannte Test-CD, die soviel Tracks hat, dass sie randvoll ist. Es kann ja immer das selbe Lied sein. Hauptsache, der Player wird gefordert, auch die aussenliegensten Spuren des Rohlings zu lesen. Eine stabile Verarbeitung ist ebenfalls wichtig. Insbesondere die Schaniere der Klappenöffnung und das Batteriefach sind hier zu prüfen. Gibt es hier Mängel, kann die Freude am Player recht kurz sein. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bedienungselemente "Track vor", "Track zurück", "Pause", "Play" und "Stop" sollten gut beschriftet und leicht bedienbar sein ( oft fehlen gerade "Track"- oder "Pause"-Funktion ). Ein Auftritt findet nicht immer bei Tageslicht statt und zu kleine Bedienelemente führen möglicherweise zur Falschbedienung (besonders, wenn man in Eile ist). Ein wichtiger Punkt ist die Shock-Protection. Der Player sollte ein Abspielspeicher von mind. 30 Sekunden haben, damit fehlerhafte Sektoren mehrmals gelesen werden können und somit weniger Ausfälle auch bei günstigen Rohlingen auftreten. Weiterhin kann es vorkommen, dass durch Erschütterungen jeglicher Art der Laser "aus der Bahn" geworfen wird. Damit er die Chance hat, sich wieder arretieren zu können, ist dieser Abspielspeicher sehr nützlich. Diese Funktion hat die unterschiedlichsten Namen und die Größe dieses Speichers wirkt sich auf den Preis des Players aus, ist aber meiner Meinung nach unverzichtbar. Was die Anschlüsse betrifft, genügt eigentlich ein Kopfhörer-Ausgang. Man benötigt in diesem Falle zum Anschluss an eine Verstärkeranlage ein Audio-Adapterkabel mit einem 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker (schwarz) auf der einen Seite und zwei normalen RCA/Cinch-Steckern (meist rot und weiss) auf der anderen Seite. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() | Was die Anschlüsse betrifft, genügt eigentlich ein Kopfhörer-Ausgang. Man benötigt in diesem Falle zum Anschluss an eine Verstärkeranlage ein Audio-Adapterkabel mit einem 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker (schwarz) auf der einen Seite und zwei normalen RCA/Cinch-Steckern (meist rot und weiss) auf der anderen Seite. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wenn der Player über einen Line-Out verfügt, kann man diesen natürlich auch benutzen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass gerade diese Ausgänge durch das ständige Ein- und Ausstecken mit der Zeit Wackelkontakte bekommen und möglicherweise ganz ausfallen. Da ist ein zusätzlicher Line-Out (oder ein Gerät mit 2 Kopfhörer-Ausgängen) als Ausweichkanal eine gute Sache. Der Sound im Kopfhörer spielt beim Kauf keine grosse Rolle, da der Player ja sowieso an eine vor Ort vorhandene Verstärkung angeschlossen wird. Eine "Bass-Boost"-Funktion ist brauchbar, aber nicht zwingend nötig. Auch hier gibt es mehrere Bezeichnungen, abhängig vom Hersteller des Geräts. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Tragbare Kompaktanlagen nach oben Mit einer tragbaren Kompaktanlage incl. eingebautem CD-Player und Boxen erreicht man die mittlere Stufe der Unabhängigkeit. Auch hier sollte der CD-Player mit CD-Rohlingen zurecht kommen. Nur stellt sich nun die Frage: Welche Anlage für welchen Zweck und wieviel darf / muss das kosten? Man muss mit sich selbst klären, zu welchen Anlässen die Anlage benötigt wird: Kleine Räume mit 20 Personen, grössere Räume mit 50-100 Personen, Auftritte im Freien ? Auch hier sollte man sich die Verarbeitung der Anlage genau anschauen. Für den CD-Teil gelten eigentlich die gleichen Anforderungen wie bei einem tragbaren CD-Player. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Verstärkung, bzw. die Leistung der Boxen ist hier ein weiteres Thema. Am besten ist es natürlich, wenn man die Anlage vor dem Kauf richtig gut testen kann, sprich: eine selbst gebrannte, randvolle CD einlegen, den letzten Track starten und die Anlage einem Lautstärketest unterziehen. So lässt sich am leisteten erkennen, wie laut die Anlage die Musik wiedergeben kann, ohne zu Verzerren. Wenn man diesen Test nicht durchführen kann (oder will), muss man sich auf die Angaben des Herstellers verlassen.Und die sind oft zweifelhaft und entsprechend gelegentlich nicht dem eigenen Verständnis. |
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In erster Linie kommt es nicht auf Lautstärke an, sondern auf Qualität und Wirkungsgrad. Die Anlage sollte nicht wie unangenehmer Brüllwürfel wirken, einen angenehmen Klang haben und das Gewicht im tragbaren Bereich liegen. Wichtig: Nicht von den Leistungsangaben der Hersteller aufs Glatteis führen lassen. Zum Beispiel: 3-Wege Bassreflex-Lautsprechersystem mit Topwoofer,2 x 7,5 Watt RMS,Musikspitzenleistung 150 Watt P.M.P.O. Ein 3-Wege-System ist erstmal in Ordnung, aber die Angabe 150 Watt PMPO sollte schon stutzig machen.Watt-Angaben wie PMPO-, Maximal- bzw. Musikleistung sind mit Vorsicht zu genießen, da sie eine mögliche Wattleistung im Sekundenbereich vor Zerstörung der Endstufe angeben. Bei der Sinus-(RMS)-Leistung muss eine Endstufe ein breitbandiges Testsignal von 10 Minuten Dauer (!) ohne Schäden überstehen. Um beim Beispiel zu bleiben: Eine Anlage mit 2x7,5 Watt RMS-Leistung wird höchstens einen Raum mit 10-20 Personen angenehm beschallen können. Für grössere Räume oder gar Aussenanlagen ist die Leistung einfach zu gering, zumal der Bassbereich (auch im kleinen Raum) recht dünn klingen dürfte. Für einen einigermassen sinnvollen Einsatz in geschlossenen(!) Räumen bis zu 100 Personen wären meiner Meinung nach mindestens 80 Watt RMS-Leistung nötig. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Aktive Lautsprecher-Box mit CD-Player nach oben Für eine semiprofessionelle Ausrüstung greift man zu einer aktiven Lautsprecher-Box, möglichst mit Cinch-Eingang. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die aktive Box sollte mindestens 150 Watt haben. Eine Beeinflussung des Klangs durch Mehrweg-Regelung ist von Vorteil, wobei hier ein Minimum der 2-Wege-Regelung von Bass und Höhen genügt. Bei den Lautsprechern ist ein 2-Wege-System ebenfalls ausreichend, ein 3-Wege-System kann besser klingen, muss aber nicht immer zwingend so sein. Hier sollte das eigene Ohr entscheiden. Da es diese Boxen im Musikfachhandel gibt, kann in den meisten Fällen ein Lautstärke-Härtetest direkt im Geschäft gemacht werden. Und das sollte man auch tun, um sich vom Klang und dem Wirkungsgrad überzeugen zu können. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die aktive Box sollte mindestens 150 Watt haben. Eine Beeinflussung des Klangs durch Mehrweg-Regelung ist von Vorteil, wobei hier ein Minimum der 2-Wege-Regelung von Bass und Höhen genügt. Bei den Lautsprechern ist ein 2-Wege-System ebenfalls ausreichend, ein 3-Wege-System kann besser klingen, muss aber nicht immer zwingend so sein. Hier sollte das eigene Ohr entscheiden. Da es diese Boxen im Musikfachhandel gibt, kann in den meisten Fällen ein Lautstärke-Härtetest direkt im Geschäft gemacht werden. Und das sollte man auch tun, um sich vom Klang und dem Wirkungsgrad überzeugen zu können. Bei 150 Watt sind Beschallungen von Räumen bis 300 Personen möglich und dem Einsatz im Freien steht nichts im Wege. In einem Umkreis von ca. 20-40 Metern sollte eine angenehme Beschallung möglich sein. In beiden Fällen kann man auch im Bassbereich von hörbar sprechen, in geschlossenen Räumen bis maximal 50 Personen kann man im Bassbereich auch schon von "fühlen" sprechen. Der Einsatz ist sehr breitbandig und man kann sagen, dass mit solch einer aktiven Lautsprecherbox das Spektrum der Auftritte, bei denen eine eigene Beschallung Sinn macht, nahezu zu 90 % abgedeckt ist. Alles, was größer ist, als die Box schafft, sollte sowieso mit einer professionellen Anlage abgedeckt werden, bzw. ist so etwas meist sowieso dann vorhanden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Empfehlungen Nachdem nun die Möglichkeiten der eigenen Tontechnik umfangreich beleuchtet wurden, sollen am Ende natürlich Empfehlungen zu finden sein. Was machen die vorherigen Aufzählungen, Erläuterungen und Hinweise sonst für einen Sinn ? Folgendes möchte ich gleich vorwegschicken: Natürlich kann es sein, dass ein technisch wesentlich niedriger ausgestattetes Gerät die eigenen Ansprüche abdeckt. Wenn ich mich hier aber verleiten lasse und Empfehlungen ausspreche, muss ich nicht nur ein Allgemeinverständnis von gutem Klang und angemessener Lautstärke berücksichtigen, sondern auch Enttäuschungen und Fehlkäufen vorbeugen. Es nutzt nichts, wenn ich schreibe, dass die ALDI-Kompaktanlage mit 10 Watt RMS für unter 75 Euro schon ihren Zweck erfüllen wird, wenn man plötzlich in einem Raum mit 50 Leuten tanzen möchte und das Klatschen der Zuschauer die Musik akustisch zu einem Grillenzirpen degradiert. Deswegen folgen hier Empfehlungen, die unter den aufgeführten Bedingungen zum Erfolg führen sollten. Ein Einsatz der Geräte über die Empfehlung hinaus ist möglich, kann auch zufriedenstellend ablaufen, wird von mir aber aus den eben genannten Gründen nicht empfohlen. Kompaktanlagen mit eingebautem CD-Player Mindestens 40 Watt RMS (Sinus) für geschlossene Räume bis ca. 30-40 Personen Kosten: ca. 250 Euro, Stand Dezember 2003 Zum Beispiel: Phillips CD660 oder FWC330 ( alle Phillips-Systeme anschauen ) Lautsprecher-Box mit abgeschlossenem CD-Player Bei 150 Watt RMS (Sinus) für geschlossene Räume bis ca. 300 Personen, im Freien für einen Radius von 20 Metern. Kosten: ca. 400-500 Euro, Stand Dezember 2003 Zum Beispiel: CD-Player: Panasonic oder Siemens Box: KME (150Watt RMS/Sinus) 1122 AE Fidelity oder t.amp (80 Watt RMS/Sinus) PA4080KB Für Fragen oder sonstige Hilfe stehe ich natürlich per Mail jederzeit zur Verfügung. Ich helfe gerne und erstelle ein individuelles technisches Profil und erkundige mich nach aktuellen Angeboten. Einfach eine Mail an bt_technik@olafheeg.de senden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||